
Das Wildschweingehege am Hohenstein steht aktuell leer – das wollen wir ändern. Wir fordern die zeitnahe Wiederbesetzung mit Tieren, selbstverständlich unter Einhaltung aller Tier- und Seuchenschutzauflagen. Die AfD Ratsfraktion Witten beantragt daher, den nachstehenden Beschlussvorschlag in der Sitzung des HFA am 16.02.2026 und des Rates am 23.02.2026 zur Abstimmung zu stellen:
Beschlussvorschlag
- Die Verwaltung wird beauftragt das Wildschweingehege zum nächstmöglichen Zeitpunkt wieder mit Wildschweinen zu besetzten.
- Das bestehende Wildschweingehege am Hohenstein wird als dauerhafter Bestandteil des Wildgeheges gesichert und entsprechend instandgehalten.
- Die Verwaltung prüft geeignete Schutz- und Präventionsmaßnahmen (z.B. Biosicherheitskonzept, bauliche Anpassungen, Besucherlenkung), um zukünftige Risiken – insbesondere im Zusammenhang mit Tierseuchen – zu minimieren.
- Es werden Kooperationsmöglichkeiten mit Veterinäramt, Forst, Umweltverbänden, Tierparks und ggf. wissenschaftlichen Einrichtungen geprüft, um eine fachlich fundierte und langfristige Lösung zu gewährleisten.
- Die Öffentlichkeit wird transparent über den Sachstand, die Risiken sowie über den geplanten Zeit- und Maßnahmenplan informiert.
Begründung:
Das Wildgehege am Hohenstein ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der lokalen Kultur- und Freizeitlandschaft in Witten. Es ist für zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ein identitätsstiftender Ort, der Generationen miteinander verbindet und einen niedrigschwelligen Zugang zur heimischen Natur ermöglicht. Das derzeit leere Wildschweingehege mindert die Attraktivität des gesamten Areals spürbar und stößt in der Bevölkerung auf Unverständnis.
Darüber hinaus trägt das Wildgehege wesentlich zur Steigerung der Attraktivität der Region bei. Der Hohenstein ist nicht nur für Menschen aus Witten ein beliebtes Ausflugsziel, sondern zieht regelmäßig Besucherinnen und Besucher aus vielen Nachbarstädten an. Das Wildgehege fungiert damit auch als weicher Standortfaktor für Tourismus, Naherholung und Familienfreundlichkeit.
Ein zentraler Mehrwert liegt im pädagogischen Auftrag des Wildgeheges: Hier wird ein verantwortungsvoller und respektvoller Umgang mit Natur und Tierwelt anschaulich vermittelt. Gerade für Kinder und Jugendliche ist die direkte Begegnung mit heimischen Tierarten ein wichtiger Baustein der Umweltbildung. Schulklassen und Kindergärten nutzen das Wildgehege regelmäßig als außerschulischen Lernort, um ökologische Zusammenhänge erfahrbar zu machen und frühzeitig ein Bewusstsein für Natur-, Arten- und Tierschutz zu fördern.
Die zeitnahe Wiederbesetzung des Geheges ist daher nicht nur aus Gründen der Attraktivität des Areals geboten, sondern auch im Sinne der kulturellen Bedeutung, der regionalen Ausstrahlung und des Bildungsauftrags der Stadt Witten. Dabei ist dem Tierwohl höchste Priorität einzuräumen; die Wiederansiedlung soll verantwortungsvoll, fachlich begleitet und unter Berücksichtigung seuchenhygienischer Anforderungen erfolgen.
Die Dringlichkeit unseres Antrages ergibt sich zunächst aus dem Umstand, dass die weitere Verfahrensweise hinsichtlich des Geheges am Hohenstein in keinem Fachausschuss vorberaten, sondern lediglich der Politik im Rahmen einer Verwaltungsmitteilung zur Kenntnis vorgelegt wird. Diesen Umstand halten wir bei einem Sachverhalt von überregionaler Bedeutung, der zudem auch in der Wittener Bürgerschaft eine große Beachtung gefunden und zahlreiches Unverständnis hervorgerufen hat, für nicht für angemessen.
Zudem erfordern die Pläne der Stadtverwaltung eine zeitnahe politische Entscheidung, bevor einseitig Tatsachen geschaffen werden, die einer von zahlreichen Bürgern Wittens und unserer Fraktion beabsichtigten Fortführung des Wildschweingeheges zuwiderlaufen.
Sollte weder der HFA, noch der Rat, die Dringlichkeit unseres Antrages anerkennen, so beantragen wir schon jetzt ersatzweise, unseren Antrag in die ordentliche Beratungsfolge im nächsten Sitzungszyklus einzubringen.
| gez. Jan Eickelmann Stv. Fraktionsvorsitzender |
gez. Matthias Renkel Fraktionsvorsitzender |

Hinterlasse einen Kommentar